Heute konnten wir von der Westterrasse der Universitätssternwarte einen wunderbaren Blick auf die partielle Sonnenfinsternis werfen. Bei wolkenlosem Himmel lockte es viele StudentenInnen heraus um dem Mond zuzusehen, wie er sich vor die Sonne schob. Wir haben unser Studententeleskop, zwei H-Alpha Teleskope und ein Solarscope aufgestellt und jeder durfte sich die Sonne ganz genau ansehen. Viele haben auch mit ihrem Mobiltelefon Fotos durch eines der Teleskope gemacht. Hier findet ihr einige der Bilder, die ich selbst zwischendurch gemacht habe.
Unsere Studenten verwenden auch Sonnenfinsternisbrillen um direkt die Sonne beobachten zu können.Unser C8 Studententeleskop mit dem Weißlichtfilter zeigte uns sogar einige kleine Sonnenflecken, die ich mit meinem Mobiltelefon einfangen konnte.Professor Kerschbaum beim Interview mit dem ORF.Unser Westterrasse war volle Studenten, die sich bei bestem Wetter die Chance nicht entgehen lassen wollten.Auch durch das Solarscope konnte man die partielle Sonnenfinsternis beobachten, wenn man genau hinsah waren sogar Sonnenflecken auszumachen.Zwischen den Vorlesungen konnten viele Studenten durch unsere Teleskope blicken.Viele Studenten auf unserer Terrasse nutzten die Gelegenheit, auch das Radioteleskop im Hintergrund wurde auf die Sonne ausgerichtet.Eine einfache Lochmaske genügt um die Sonne an die Wand zu projezieren. Viele Löcher ergeben natürlich viele Abbildungen der Sonne, oder wie hier zu sehen viele Abbildungen der partiellen Finsternis.Hinter dem Solarscope konnten gleich mehrere Studenten gleichzeitig das Spektakel beobachten.Durch das H-Alpha Teleskop habe ich mir sehr schwer getan ein brauchbares Bild mit meinem Mobiltelefon zu machen. Aber wenn man genau schaut sieht man sogar andeutungsweise eine Protuberanz.Noch ein Schnappschuss durch unser C8 ist leider etwas unscharf geworden aber man kann deutlich Sonnenflecken erkennen.Studenten und auch Mitarbeiter des Instituts nutzten die Gelegenheit und sahen sich die Sonnenfinsternis auf unserer Westterrasse an.Mit dem Mobiltelefon direkt in die Sonne zu fotografieren war auch eine gute Idee, in der Spiegelung der Linsen (rechts unter der Sonne) kann man genau erkennen wo der Mond vor der Sonne steht und diese verdunkelt.
Gestern fand seit längerem wieder ein Treffen des ObserversClub statt. Das Wetter war wirklich sehr gut und wir konnten sehr erfolgreich beobachten. Hier möchte ich kurz unsere Ergebnisse vorstellen.
Zu Beginn der Nacht wollte ich unbedingt mit einem DeepSky Objekt beginnen und habe mir die Feuerwerksgalaxie NGC 6946 herausgesucht. Mit freiem Auge war sie durchs Teleskop auch mit dem lichtstärksten Okular nicht zu sehen. Jedoch auf dem Bild meiner Canon EOS 80d konnte man einen leichten Schatten ausmachen. Da ich der Nachführung noch nicht 100% traute beschränkte ich mich auf 30 Sekunden Belichtungszeit. Um dies zu kompensieren schraubte ich die ISO auf 12800 rauf. Nach 75 Bildern verlor ich die Geduld und begann mit dem nächsten Objekt. Beim Nachbearbeiten konnte ich 41 Bilder heraussuchen die nicht verwackelt waren. Nach dem stacken mit DeepSkyStacker war ich mir sicher, dass ich viel zu wenig Bilder gemacht habe. Daher ist das Resultat etwas dürftig. Die Farbanpassung stimmt auch noch nicht ganz, ich werde mir das Objekt nochmal vornehmen müssen, aber hier mein Ergebnis:
Die Feuerwerksgalaxie liegt im Sternbild Kepheus und ist mit einer Helligkeit von ca. 9 Magnituden zu finden.
Danach versuchte ich mich an einem Milchstraßen Foto. Ich richtete Meine Kamera mit dem 50mm Objektiv in Richtung Zenit und belichtete den Nachthimmel für jeweils 5 Sekunden mit einer ISO von 800. Durch die kurze Belichtungszeit konnte ich viele Bilder machen. Zum Stacken mit dem DeepSkyStacker nahm ich 300 Bilder und war danach sehr enttäuscht da ich keine Milchstraße auf dem Bild sehen konnte. Auch hier muss ich mich noch etwas spielen um ev. beim Nachbearbeiten mehr Details sichtbar zu machen, oder beim nächsten Mal doch etwas mehr ISO nehmen. Da kommt sicher noch ein besseres Bild.
Die Milchstraße
Während die Kamera mit der Milchstraße beschäftigt war beobachteten wir Jupiter und Saturn auf der Ostkuppel. Hier machte ich nur einige Schnappschüsse mit dem Handy. Nachdem die Milchstraße fertig fotografiert war stürzte ich mich auf den untergehenden Jupiter und konnte noch einige Minuten Video mit der Kamera aufnehmen. Das resultierende Bild war erstaunlich gut. Nächstes Mal werde ich hier etwas mehr Zeit beim Scharfstellen investieren. Trotzdem bin ich mit dem Bild vom Jupiter sehr zufrieden.
Jupiter
Ein weiteres DeepSky Ziel, das ich mir schon länger vorgenommen habe, war der Hantelnebel M27. Ich machte 180 Bilder mit jeweils 15 Sekunden Belichtungszeit und einer ISO von 12800. Im DeepSkyStacker verwendete ich dann die besten 100 Bilder. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis!
Der Hantelnebel M27 ist ca. 1400 Lichtjahre entfernt und hat eine Helligkeit von ca. 7.5 Magnituden.
Vor dem Morgengrauen konnte ich von der Hauptkuppel durchs Fenster noch die Plejaden entdecken und habe mir gedacht mit meinem Zoom Objektiv (18-135mm) kann ich genug heranzoomen um ein schönes Bild zu machen. Das Ergebnis ist nicht so toll geworden, da ich nur sehr wenige Bilder gestackt habe musste ich den Kontrast sehr hoch drehen um das Bildrauschen zu unterdrücken. Dafür gelangen mir auch einige Aufnahmen durch das kleine 750mm Teleskop, aber auch hier habe ich nur sehr wenige Bilder gestackt.
Die Plejaden durchs 50mm Objektiv
Plejaden durchs 750mm Teleskop
Schlussendlich beendete ich mit einem Marsvideo den Abend. Auch hier konnte ich einige Details am Bild erkennen.
Heute war es ziemlich klar. Wir konnten den Mond sehr schön beobachten. Leider ist dieses Bild etwas verwackelt. Gemacht habe ich es mit meiner Canon EOS 80d direkt an unserem Teleskop. Mit ISO 100 habe ich 1/100 Sekunde belichtet. Ein einzelnes Bild, nicht nachbearbeitet.
Danach kam auch der Orion über den Horizont. Auch hier konnte ich ein Bild mit meiner Canon EOS 80d machen. Diesmal mit ISO 3200 und 5 Sekunden Belichtungszeit abgedrückt. Auch hier habe ich nur mal ein Rohbild heraufgeladen.
Nach einigem herumsuchen konnte ich sogar den Uranus mit unserem Teleskop finden. Wieder mit der gleichen Kamera mit ISO 16000 und nur 1/10 Sekunde Belichtungszeit. Ich habe von allen Objekten mehrere Bilder gemacht, wenn ich Zeit finden werde ich die Bilder nachbearbeiten und stacken ev. kann man da noch mehr rausholen 🙂 .
Heute gelang uns auch noch ein Schnappschuss der Andromedagalaxie. Leider war die Sicht schon sehr schlecht, aber ich konnte mit meiner EOS 80D noch ein scharfes Bild machen. Ich hab den ISO meiner Kamera voll ausgenutzt und konnte mit ISO 16000 und 10Sek Belichtungszeit dieses Bild aufnehmen.